Über das Rittersein und über das Anziehen im Allgemeinen

Hallo liebe Kinder!

Eine der sinnvollsten Tätigkeiten, die es gibt, ist das Verkleiden. Verkleiden kann man sich nämlich nicht nur, wenn Karneval ist oder Fasching sondern jeden Tag – im Frühling, Herbst und Winter und ganz besonders auch im Sommer, also jetzt! Man kann sich als alles mögliche verkleiden: als Indianerin, als Bauarbeiter oder Tiefsee-Taucherin, als Waldfee oder Tänzer und sogar als Feuerqualle oder wildes Krokodil!

Als was verkleidet ihr euch am Liebsten? Ich habe mich gestern als klappernder Ritter verkleidet! Das ist gar nicht so schwer. Am wichtigsten ist für den Ritter natürlich seine Ritterrüstung. Denn hier und da muss ein Ritter manchmal kämpfen. Aber natürlich nur, um anderen zu helfen. Zum Beispiel wenn seine Freundin von einem verrückt gewordenen Drachen entführt wurde. Das kommt im Ritteralltag schon einmal vor, und ohne Rüstung kriegt man beim Kämpfen schnell einen blauen Fleck oder ein aufgeschürftes Knie.

Als Helm nehme ich zum Verkleiden meistens einen alten Kochtopf aus der Küche. Dabei müsst Ihr allerdings sehr gut aufpassen, dass die Mutter oder ein anderer (angeblich) Erziehungsberechtigter gerade nicht guckt, beim Entwenden des Topfs. Wenn ihr schon einmal in der Küche seid, lasst auch gleich 2 Backbleche mitgehen. Die könnt ihr dann nämlich mit einer Schnur und etwas Klebeband zusammen binden und euch als Rüstung für Bauch und Rücken um die Schulter hängen. Falls die Bleche zu schwer sein sollten oder wenn das insgesamt gerade zu kompliziert ist, könnt ihr für die Rüstung auch einen Karton nehmen, in denen ihr mit der Schere Löcher für Augen und Arme ausschneidet. Die Hauptsache ist, dass die Rüstung nicht aus Plastik ist. Denn Plastik gab es bei den echten Rittern nicht.

Ritter_FOTO
—> hier ein Wackeldackel-Ritter-Bild

Sehr, sehr wichtig ist auch das Ritterschwert. Ohne ein richtiges Schwert kann so ein Kampf mit Drachen schnell gefährlich werden! Ich habe mir aus zwei Holzlatten (eine lange und eine kurze für den Griff) ein klasse Schwert zusammengebaut und ein Schild aus Pappe gleich mit dazu. Damit ihr als Ritter in der Nacht nicht friert und tagsüber gut zu erkennen seid, braucht ihr natürlich noch einen Umhang. Da könnt ihr einfach euren Vorhang nehmen, eine Tischdecke oder auch einen Rock von der Mutter. Hauptsache, der Umhang ist schön bunt und flattert im Wind, wenn ihr durch das Zimmer stürmt.

Ihr merkt schon, so ein Ritter muss ganz schön viel anziehen, wenn er zur Arbeit geht. Obendrein ist die Rüstung von einem echten Ritter nicht aus Karton, sondern zu 100 Prozent aus Blech. Das ist nicht nur echt stabil, sondern auch ziiiiiemlich sperrig und schwer! Da hat es der gewöhnliche Ritter natürlich nicht leicht, bevor er jeden Tag in voller Montur aus seiner Burg stolzieren kann.

Für alle Ritter, denen das Anziehen besonders schwerfällt, habe ich zusammen mit
den Wackeldackeln das Ritteranziehlied aufgenommen. Das Lied gilt natürlich auch für Indianerinnen, Bauarbeiter, Tiefsee-Taucherinnen, Waldfeen, Tänzer und alle sonstigen Nicht-Ritter!

Das “Ritteranziehlied” auf iTunes klar machen —> hiiiier

Oder gechillt beim Anziehen auf spotify lauschen geht —-> hier

Aber nicht nur der Ritter hat es schwer, bis er einmal komplett angezogen ist. Kennt ihr noch andere Berufe, bei denen man sich ganz kompliziert anziehen muss?

Viel Spaß beim Lesen, Überlegen, Verkleiden oder einfach beim normal morgens anziehen und natürlich beim Mitsingen!

Euer Körperklaus